Förderung nach BEG - EM

Unser aktueller Vertrag enthält zusätzlich eine Ergänzungsvereinbarung mit einer Einverständniserklärung sowie einer Abfrage zu einigen Gebäudedaten. Diese ist vertragsrelevanter Bestandteil. Im Folgenden möchten wir Ihnen den Hintergrund dessen erläutern und ein paar Fragen beantworten.


Wir erhalten seit Beginn des Fernwärmeleitungsbaus 2009 einen Zuschuss nach KWKG für die Hausanschlüsse. Dieser ist seit Beginn in den Fernwärmepreis eingerechnet und ermöglicht uns letztendlich erst die günstigen Preise. Diesen Zuschuss erhalten wir auch aktuell noch.
Seit Anfang 2020 existiert eine neue Förderung des Bundes: die Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen (BEG EM).
Ursprünglich wurde die Förderung von Fernwärme in dieser Richtlinie schlichtweg vergessen. Hinsichtlich dessen wurde mittlerweile nachgebessert. Zunächst sah es sogar so aus, als würde ein erheblicher Betrag von mehreren Tausend Euro pro Hausanschluss erstattet. Die Umsetzung hätte allerdings erfordert, dass die Kunden Eigentümer des Anschlusses werden, was aus verschiedenen Gründen kompliziert wäre.  
Im Mai 2021 wurde schließlich die Richtlinie erneut geändert, sodass wir als Betreiber den Zuschuss beantragen können und erhalten. Dieser positiven Änderung steht jedoch ein großer Nachteil gegenüber. Mit der Änderung der Richtlinie vom Mai ist eine gleichzeitige Förderung beider Programme (KWKG und BEG-EM) für die Hausanschlussleitungen leider nicht möglich.
Einige Teile des Fernwärmeanschlusses, die bisher noch nicht gefördert werden, fallen jedoch unter die neuen Förderungsvoraussetzungen: die Fernwärmeübergabestation selbst sowie die Bauteile in Ihrem Wasserkreis, wie Brauchwasserspeicher, Ausdehnungsgefäße etc. Die Kosten hierfür betragen aktuell pro Gebäude etwa 3.500 – 4.000€ netto. Die Höhe des Zuschusses liegt beim Umstieg von Gas bei 35%, bei Öl bei 45%, was einen Zuschussbetrag von etwa 1.200 – 1.800€ netto pro Hausanschluss ergibt.
Für jeden Hausanschluss muss ein individueller Antrag gestellt werden. Die Antragstellung ist kompliziert, zeitaufwendig und muss aufgrund der Eigentumsverhältnisse durch uns erfolgen. Da wir gleichzeitig der Investor sind, erfolgt auch die Auszahlung an uns.
Die Förderung ist bereits in die Preise des Tarifs eingerechnet und nur aufgrund dessen können wir die Preise trotz der Baukostensteigerung halten, bedauern aber gleichzeitig, dass wir an dieser Stelle keine höhere Förderung für Sie herausholen können.
Selbstverständlich haben wir alle Möglichkeiten detailliert juristisch prüfen lassen. Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Lieferzeiten der Baustoffe verlängert, sondern auch die Kosten erheblich in die Höhe getrieben. Da die Fernwärmerohre aus Stahl und Kunststoff bestehen, sind auch wir stark betroffen.

Link zur Richtlinie (Bundesanzeiger)