Informationen und Angaben laut FFVAV

Aktueller und prozentualer Anteil der eingesetzten Energieträger und der eingesetzten Wärmegewinnungstechnologie im Gesamtenergiemix 2020: Holz: 99,97%; Öl: 0,03%

Anteil erneuerbarer Energien 2020: 99,97%

Jährliche Treibhausgasemissionen 2020: 3t CO2 emittiert; 5.487t CO2 eingespart

Primärenergiefaktor nach AGFW-309 Teil 1 (Stand Mai 2014): f P, FW = 0,0638 gültig bis 23.01.2025) (Download)

Netzverluste 2020: 41.449MWh – 37.814mMWh = 3.635MWh Netzverluste

Witterungsbereinigung

Die neue FFVAV verlangt einen witterungsbereinigten Vergleich mit dem Vorjahresverbrauch in grafischer Form. Daher wird künftig auf der Jahresverbrauchsabrechnung (sobald zwei volle Jahresverbräuche zum Vergleich vorliegen) nicht mehr nur der absoluten Vorjahresverbrauch angegeben, sondern die Verbräuche werden witterungsbereinigt gegenübergestellt. Witterungseinflüsse werden hierdurch rechnerisch ausgeschaltet.

Die Witterungsbereinigung erfolgt über die Gradtage nach VDI 3807 Blatt 1. Gradtagszahlen geben den Temperaturunterschied der Außenlufttemperaturen und einer Innentemperatur von 20° C an Heiztagen an. Heiztage wiederum sind alle Tage, an denen die Tagesmitteltemperatur kleiner ist als die Heizgrenztemperatur. Die Heizgrenztemperatur liegt in Deutschland in der Regel bei 15 °C.

Wir haben diese Gradtage für 2020 und 2021 aus unseren Temperaturaufzeichnungen am Kraftwerk ermittelt. Diese werden dann zu einem langjährigen Mittelwert in Relation gesetzt. Vergleichsdaten enthält VDI 3807 Blatt 1, Tabelle A4, die nächste Station ist Gelnhausen.

Eine höhere Gradtagszahl bedeutet eine kältere Witterung, da die Temperaturen unter +20°C addiert werden. Der Faktor läge bei 1 wenn die Witterung dem langjährigen Mittel in Gelnhausen entspräche, nähere Daten liegen offiziell nicht vor.  Da es dort wärmer als in Wächtersbach ist, ist der Faktor größer 1. Maßgeblich ist Änderung des Unterschiedes.

Liegen die beiden dunklen Balken in etwa gleichauf, so ist ein höherer Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich der kälteren Witterung geschuldet. Dies ist im Vergleich 2021 zu 2020 in der Regel der Fall.

 

Berechnung

 

1. Ermittlung der Gradtage

G = (20 °C – tm) · 1 d für tm < 15 °C

Dabei ist                                                                            

G            Gradtage in K·d
tm           Tagesmittel der Außentemperatur eines Heiztages (tm < 15 °C)

 

2. Ermittlung der Jahresgradtage

Für einen Auswertezeitraum (in unserem Fall jeweils 2020 und 2021) sind die Gradtage für die in Betracht kommenden Tage aufzuaddieren.

\[\text{G}_z = \displaystyle\sum_{n=1}^{z} (20-\text{t}_{m,n})\]

Dabei ist                                                                            

z              Zahl der Tage mit tm < 15 °C im Auswertezeitraum          

Die Summe über ein Kalenderjahr ergibt die Jahresgradtage Ga

 

3. Berechnung des witterungsbereinigten Verbrauchs

QVH = QVgH * Gm / G

Dabei ist                                                            

QVH         bereinigter Heizenergieverbrauch in kWh/a
QVgH       außentemperaturabhängiger Heizenergieverbrauch in kWh
G            Gradtage in K·d
Gm          langjähriges Mittel der Jahresgradtage in K·d/a